Missoula, Montana

Christopher, Lisa, Lynn & Stephen
Montana University in Missoula

 

 

 

16. - 20.9.2018 Missoula, Monatana

 

Nach Spokane führte uns unser nächstes Ziel 5 Std. östlich nach Missoula - ein “härziges” und ländlich wirkendes Städtchen im Staat Montana. Missoula ist umgeben von Bergen, welche zum wandern und im Winter für Schneesport einlädt. In Missoula lebt ein alter Schulfreund von Stephen aus seine Schulzeit in England. Christopher und seine Frau Lisa haben uns eingeladen ein paar Tage bei ihnen zu verbringen. Wir genossen die vier Tage mit ihnen. Bei kleinen Wanderausflügen und Fahrten mit den Velos lernten wir Missoula und die nähere Umgebung kennen. Wir nutzten die Zeit auch um auszuspannen, unseren Camper wieder mal richtig herauszuputzen, alles zu waschen und uns von den Strapazen der letzten Wochen zu erholen. Es wurde uns erst jetzt wirklich bewusst, wie anstrengend die Reise neben all dem Schönen auch gewesen war. Spätestens nach 2 Tagen sind wir jeweils weitergezogen, immer wieder mussten wir uns mit der Gegend vertraut machen - wo können wir schlafen, essen, duschen, Wäsche waschen. Jeden Tag galt es zu entscheiden, wann und wo wir als nächstes hinfahren wollen. Und nebenbei waren wir beschäftigt mit dem Integrieren all der Eindrücke und Erlebnisse.

 

Christopher ist Professor für angewandte Philosophie und beschäftigt sich v.a. mit ethischen und moralischen Fragen zum Thema Umweltschutz und neuen Technologien. In seinem neustes Buch “Synthetic Age”, stellt er die neusten Technologien (wie Nanotechnologie, Gentechnologie, Umwelttechnologien etc.) vor und wie sie tief in die Natur eingreifen. Während unserem Aufenthalt hielt er zwei Vorträge zu diesem Thema etwas ausserhalb von Missoula. Am letzten Abend sind wir Christopher nach Billings - eine Stadt weitere 5 Stunden östlich gefolgt, um einen seiner Vorträge anzuhören. Es war tief beeindruckend, berührend und auch erschreckend, was er zu erzählen wusste. Mit Dringlichkeit wies er darauf hin, dass wir an der Pforte zu einem neuen Zeitalter stehen und unsere Fortschritte in der Technologie uns dazu zwingen, essentielle Entscheide zu treffen. Es geht darum, wie sehr wir in die Natur eingreifen und sie manipulieren wollen. Dazu ist aber Wissen notwendig. Ich bin so dankbar über Menschen wie Christopher, welche uns wachrütteln und uns so wichtiges Wissen vermitteln. Ich kann jedem das Buch “Synthetic Age” von Dr. Christopher J.Preston empfehlen!

 

Christopher und Lisa, danke euch beiden für eure wunderbare Gastfreundschaft, eure Herzlichkeit und den spannenden Austausch! Wir haben die Zeit bei euch sehr genossen!

 

For our English Viewers:

 

Missoula, Montana

After Spokane our next destination led us 5 hours east to Missoula - a sweet and rural town in the state of Montana. Missoula is surrounded by mountains, which invite for hiking and snow sports in winter. Christopher an old school friend of Stephen and his wife Lisa invited us to spend a few days with them. We really enjoyed the four days staying with them. While doing small hiking trips and bicycle rides we got to know Missoula and the surrounding area. We also used the time to relax, to clean up our camper, to wash everything and to recover from the strains of the last weeks on the road. Only now did we really realise how exhausting the trip had been besides all the beautiful things we saw on the way.

 

Christopher is a professor of environmental philosophy and deals mainly with ethical and moral questions about environmental protection and new technologies. In his latest book "Synthetic Age", he presents the latest technologies (such as nanotechnology, genetic engineering, environmental technologies, etc.) and how they intervene deeply in nature. During our stay he gave two lectures on this topic outside of Missoula. On the last evening we followed Christopher to Billings - a town another 5 hours east to listen to one of his lectures. It was impressive, touching and also frightening what he had to say. With urgency he pointed out that we are at the gate to a new age and our advances in technology are forcing us to make essential decisions. It is about how much we want to intervene in nature and manipulate it. But a minimum of knowledge is necessary to understand. We are so proud and grateful to know someone like Christopher who has the ability to show you the real world and what affects it has to our environment. When you listen to his words, it makes you open your eyes to the world around us. We can recommend the book "Synthetic Age" by Dr. Christopher J. Preston to everyone!

 

Christopher and Lisa, thank you both for your wonderful hospitality, your warmth and the exciting exchange!

We really enjoyed our time with you! 

 

 


Little Big Horn

21.09.2018 Little Big Horn

 

Von Billings führte unser Weg zu Little Big Horn - einer historischen Stätte. Am 25. Juni 1876 fand dort eine grosse Schlacht zwischen amerikanischen Soldaten der 7. Kavallerie unter der Führung von Oberstleutnant George Armstrong Custer - einem erfahrenen Generalmajor der amerikanischen Armee und den Indianern statt. Die Indianer wurden angeführt vom den bekannten Lakota-Sioux Häuptlingen Sitting Bull und Crazy Horse. Es war die letzte grosse Schlacht zwischen den Indianern und den Weissen, ein letzter Aufstand der Indianer in ihrem Kampf gegen die Unterdrückung der illegalen Besiedelung ihres Territoriums durch die weissen Siedler. Die Indianer gewannen diese Schlacht glorreich und hinterliessen keine weissen Überlebende. Den Kampf gegen die Weissen jedoch verloren sie schlussendlich und ein paar Jahre später ergaben sich die letzten Indianer dem Regime der Siedler und der amerikanischen Regierung. In Little Big Horn erhalten ein Museum und ein begehbarer, resp.  befahrbarer dokumentierter Weg, sowie Grabsteine und Gedenkstätten die Geschehnisse von damals lebendig. Noch heute findet man auf dem Gelände Gebeine der Toten, Gewehrkugeln und sonstige Artefakte. Ein kurzer Dokumentarfilm, in welchem Historiker und Nachkommen der indianischen Krieger von damals zu Wort kamen, führte uns ins Thema ein und hinterliess uns mit Tränen in den Augen und einem schweren Herzen. Soviel ist damals schief gegangen, sowenig Verständnis für das Leben der Indianer und soviel Gier nach Land und Gold haben die Geschichte der Indian Americans geprägt und verändert. 

Beeindruckend war aber auch der Mut der Soldaten der 7. Kavallerie in diesem Kampf, welcher aufgrund der grossen Überzahl der Indianer von Anfang an hoffnungslos war. Bis zum Schluss haben sie tapfer gekämpft und schliesslich ihre Pferde erschossen, damit sie die Pferde als Schutzbarriere benutzen konnten. Die weissen Siedler haben gekämpft in der Hoffnung auf ein besseres Leben und Reichtum.

 

Während unserer Erkundungstour auf dem Schauplatz des Battles of Little Big Horn hatten wir das Glück Wildpferde beobachten zu können. Ein Indianer vom Stamm der Crow erklärte uns nach seiner Begrüssung mit einem "How" (Hello in American Indian), dass es sich um wilde Bucking Horses handelt, welche für Rodeos genutzt werden.